Telefon

Unseren Service erreichen Sie
täglich von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter
02225 8808 100

Unser Kundenservice

Die feine englische Art

Unser Katalog

"Die feine englische Art"

Gern schicken wir Ihnen sofort den aktuellsten Katalog per Post ins Haus. Füllen Sie hierzu einfach unser Bestellformular aus.

Jetzt Katalog bestellen

Unsere Kataloge sind immer ein Lesevergnügen. Es macht einfach Spaß, darin zu blättern und immer wieder Neues, Interessantes und Ungewöhnliches (eben typisch Britisches) zu entdecken!

Im Katalog blättern

Eine schöne englische Landschaft
BLOG
Die feine englische Art

Zum St. David's Day: Wales und seine Sprache

Zum St. David´s Day: Wales und seine Sprache

Zum heutigen walisischen Nationalfeiertag St. David's Day wollen wir uns einen echten Kulturschatz des Landes Wales angucken: die Sprache. Wohl jeder hat schon mal ein Bild des berühmten Bahnhofsschilds von Llanfair­pwllgwyngyll­gogery­chwyrn­drobwll­llan­tysilio­gogo­goch gesehen – dieses Dorf auf der Insel Anglesey hat den längsten Ortsnamen Europas und den zweitlängsten auf der Welt (nach, bitte mal nachsprechen, Taumatawhakatangi­hangakoauauotamatea­turipukakapikimaunga­horonukupokaiwhen­uakitanatah in Neuseeland). Der walisische Ortsname lässt sich als eine sehr umständliche Beschreibung der Lage des Dorfes übersetzen und erwähnt gleich zwei Kirchen, einen Haselbaum, Stromschnellen sowie eine Höhle. Möglicherweise wurde er schon im 19. Jahrhundert aus Publicity-Gründen ein wenig in die Länge gezogen.

Die walisische Sprache ist für unsere Ohren und Augen sehr fremd. Außer ein paar Lehnwörtern aus dem Englischen finden wir dort nichts, das an unsere Spracherfahrung anknüpft, und das ständige Doppel-L (das ungefähr wie „hl“ oder auch „dl“ klingt) verwirrt uns. Der Ursprung ist keltisch; „Cymraeg“, wie diese Sprache sich selbst nennt, hat null Verwandtschaft mit Englisch, dafür aber mit Bretonisch und Cornish, der alten Sprache aus Cornwall. Gemeinsame Wurzel ist das sogenannte Britonisch.

Von allen nichtenglischen Sprachen, die auf den Britischen Inseln noch gesprochen werden, ist Walisisch heute mit Abstand die lebendigste. Es ist die zweite Amtssprache und taucht auf Straßenschildern ebenso auf wie in Formularen und auf Speisekarten. Wie viele Menschen tatsächlich Cymraeg sprechen, wird je nach Quelle anders wiedergegeben; laut einer Umfrage des nationales Statistikamts waren es vor einem Jahr knapp 900.000 und somit fast 30 Prozent der Bevölkerung (mitgezählt werden alle Menschen über drei Jahre). Die allermeisten sprechen aber auch Englisch.

Im 19. Jahrhundert und bis ins 20. Jahrhundert wurde die walisische Sprache von der britischen Regierung aktiv unterdrückt – Schulkinder wurden sogar bestraft, wenn sie in ihrer Muttersprache redeten. Ab den 1960ern wandelte sich die Sichtweise, die einheimische Sprache wurde weniger als nationalistische Gefahr und mehr als kulturelle Bereicherung gesehen. Heute ist Welsh, wie die Engländer die Sprache nennen, geradezu cool und richtig im Kommen. Das zeigt sich unter anderem an TV-Serien wie „Hinterland – Y Gwyll“, die zuerst auf Walisisch gedreht und dann ins Englische übersetzt wurde. Bei uns hieß diese Serie sinnigerweise „Inspector Mathias – Mord in Wales“.

Wir wünschen den Walisern heute einen schönen Nationalfeiertag: Happy St. David's Day oder vielmehr Dydd Gŵyl Dewi Hapus!

Schreiben Sie uns einen Leserbrief

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Redaktion sich die Entscheidung vorbehält, ob und wann Ihr Leserbrief an dieser Stelle veröffentlicht wird.

Ihre E-Mail Adresse, den Vornamen und Ihren Namen benötigen wir zur Direktkommunikation zu Ihrer Veröffentlichung, etwa um Missbrauch und Fälle von Rechtsverletzungen unterbinden zu können. Ihre Daten werden ausschließlich in Zusammenhang mit dieser Kommentarfunktion genutzt und zu diesem Zweck in elektronischer Form gespeichert. Eine Weitergabe Ihrer Daten oder Teile davon erfolgt ausdrücklich nicht. Die entsprechende Datennutzung akzeptieren Sie mit dem Ausfüllen und Absenden dieses Formulars. Weitere Informationen zum Schutz Ihrer persönlichen Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Bitte füllen Sie das Formular aus (alle Felder müssen ausgefüllt sein).

Leserbriefe (0)

Keine Leserbriefe gefunden!

Neuen Leserbrief schreiben

Mehr aus der Rubrik "Ariane Stech"

Kürbissuppe mal asiatisch

Kulinarisches | von Ariane Stech

Die Nächte werden länger und nebliger, in den Läden grinsen die Kürbisfratzen. Kein Zweifel: Die gruselige Jahreszeit hat begonnen. Glauben Sie an…

Weiterlesen
John Cleese bei einem Auftritt 2017

Kultur-Kompass | von Ariane Stech, Julia Stüber

Schräger Humor und komischer Gang

Sich mit todernstem Gesicht völlig absurd zu benehmen: Darin ist John Cleese unbestrittener Meister. Ob als Beamter…

Weiterlesen
Ansicht des Hampton Court Palace mit Garten

Reisetipps | von Julia Stüber, Ariane Stech

Hampton Court Palace ist für uns einer der schönsten Königspaläste Englands. Schokolade ist nicht das Erste, was einem in den Sinn kommt, wenn man an…

Weiterlesen
Cheers: Welttag des Gins

Kulinarisches | von Ariane Stech, Julia Stüber

An heißen Tagen ist ein schlichter Gin Tonic – auf Englisch heißt er übrigens immer „Gin and Tonic“ – etwas Wunderbares. Mehr als einer oder maximal…

Weiterlesen