Telefon

Unseren Service erreichen Sie
täglich von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter
02225 8808 100

Unser Kundenservice

Die feine englische Art

Unser Katalog

"Die feine englische Art"

Gern schicken wir Ihnen sofort den aktuellsten Katalog per Post ins Haus. Füllen Sie hierzu einfach unser Bestellformular aus.

Jetzt Katalog bestellen

Unsere Kataloge sind immer ein Lesevergnügen. Es macht einfach Spaß, darin zu blättern und immer wieder Neues, Interessantes und Ungewöhnliches (eben typisch Britisches) zu entdecken!

Im Katalog blättern

Eine schöne englische Landschaft
BLOG
Die feine englische Art

Carnival – ganz anders als bei uns

Eine Frau in farbenfrohem Feder-Kostüm beim Carnival

Menschen in farbenfrohen, aufwendigen Kostümen sind typisch für die sommerlichen Carnivals in Großbritannien

Wir nähern uns dem Höhepunkt der jecken, närrischen oder auch fünften Jahreszeit, und in vielen Regionen Deutschlands, der Schweiz und Österreichs wird kräftig gefeiert. In England nicht. Genau genommen ist der Brauch zumindest um diese Jahreszeit völlig unbekannt. Stattdessen gibt es „Carnivals“ im Sommer. Wie kann das sein?

Ein König und seine neue Kirche

Der Grund liegt lange zurück: Im 16. Jahrhundert sagte sich König Heinrich VIII. von der katholischen Kirche los, weil der Papst seiner Scheidung nicht zustimmen wollte. Heinrich gründete kurzerhand eine neue Kirche, die Church of England. Somit begann die Reformation, die mit Martin Luther ihren Anfang genommen hatte, in England aufgrund der Laune eines verliebten Monarchen, der gern Anne Boleyn heiraten wollte (was er auch tat, aber später ließ er sie köpfen. Mit dem Mann war nicht gut Kirschen essen.)

Viele bis dahin übliche Bräuche, darunter auch die fröhliche Zeit vor Beginn der Fastenzeit, galten nun als „papistisch“ und waren nicht mehr gern gesehen oder sogar verboten. Auch die Klöster wurden aufgelöst, ihre Besitztümer fielen an die Krone. Im 17. Jahrhundert wurden die Regelungen unter der Herrschaft der Puritaner noch strenger, damals wurde sogar das Feiern von Weihnachten untersagt.

Lebenslust aus der Karibik

Erst in den 1960er-Jahren kehrte der Karneval in ganz neuem Gewand nach England zurück – mitgebracht von den Einwanderern aus den ehemaligen karibischen Kolonien. Heiße Rhythmen, Steel-Drum-Musik, knallbunte Kostüme, Federn, Masken und jede Menge Glitzer, das sind die Zutaten der „Carnivals“, die in einigen englischen Städten enthusiastisch gefeiert werden. Das bekannteste Event ist das Notting Hill Carnival in London, das im August stattfindet. Aber auch Leeds, Liverpool, Leicester und Preston bei Manchester feiern Carnivals mit Umzügen, Glamour und viel Musik – da das Wetter logischerweise wärmer ist als im Februar oder März sind auch sehr knappe Kostüme kein Problem. Manche der Veranstaltungen haben ihre eigene Geschichte, so ist das Aldeburgh Carnival aus einer Regatta des 19. Jahrhunderts entstanden und zum karnevalesken Event weiterentwickelt worden. In kleineren Städten sind die Carnivals häufig Charity-Events für einen guten Zweck.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Immerhin gibt es in Großbritannien eine Ausnahme, die dann doch etwas an den hiesigen Karneval erinnert: Shrove Tuesday, der Tag vor Aschermittwoch, der auch Pancake Day heißt. Da gibt es überall Pfannkuchen, traditionell mit Zitrone serviert. Ein etwas skurriler Brauch sind die „pancake races“, meist für einen guten Zweck, bei denen die Teilnehmer mit einem Pfannkuchen in der Pfanne eine Strecke ablaufen und das gute Stück dabei auch noch wenden müssen. Ursprung dieser schönen Sitte soll eine Begebenheit im Dorf Olney in Buckinghamshire gewesen sein, in dem es im 15. Jahrhundert eine am Herd hantierende Hausfrau so eilig hatte, in die Kirche zu kommen, dass sie die Pfanne versehentlich mitnahm. Ob's stimmt? Wer weiß. Aber in jedem Fall sind diese Rennen ein großer Spaß und fast schon ein bisschen karnevalesk, närrisch oder jeck. Es herrscht sogar Kostümzwang: Ohne Schürze geht es nicht!

PS. Hübsche Schürzen gibt es bei uns im Online-Shop.

Schreiben Sie uns einen Leserbrief

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Redaktion sich die Entscheidung vorbehält, ob und wann Ihr Leserbrief an dieser Stelle veröffentlicht wird.

Ihre E-Mail Adresse, den Vornamen und Ihren Namen benötigen wir zur Direktkommunikation zu Ihrer Veröffentlichung, etwa um Missbrauch und Fälle von Rechtsverletzungen unterbinden zu können. Ihre Daten werden ausschließlich in Zusammenhang mit dieser Kommentarfunktion genutzt und zu diesem Zweck in elektronischer Form gespeichert. Eine Weitergabe Ihrer Daten oder Teile davon erfolgt ausdrücklich nicht. Die entsprechende Datennutzung akzeptieren Sie mit dem Ausfüllen und Absenden dieses Formulars. Weitere Informationen zum Schutz Ihrer persönlichen Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Bitte füllen Sie das Formular aus (alle Felder müssen ausgefüllt sein).

Leserbriefe (0)

Keine Leserbriefe gefunden!

Neuen Leserbrief schreiben

Mehr aus der Rubrik "Ariane Stech"

Kürbissuppe mal asiatisch

Kulinarisches | von Ariane Stech

Die Nächte werden länger und nebliger, in den Läden grinsen die Kürbisfratzen. Kein Zweifel: Die gruselige Jahreszeit hat begonnen. Glauben Sie an…

Weiterlesen
John Cleese bei einem Auftritt 2017

Kultur-Kompass | von Ariane Stech, Julia Stüber

Schräger Humor und komischer Gang

Sich mit todernstem Gesicht völlig absurd zu benehmen: Darin ist John Cleese unbestrittener Meister. Ob als Beamter…

Weiterlesen
Ansicht des Hampton Court Palace mit Garten

Reisetipps | von Julia Stüber, Ariane Stech

Hampton Court Palace ist für uns einer der schönsten Königspaläste Englands. Schokolade ist nicht das Erste, was einem in den Sinn kommt, wenn man an…

Weiterlesen
Cheers: Welttag des Gins

Kulinarisches | von Ariane Stech, Julia Stüber

An heißen Tagen ist ein schlichter Gin Tonic – auf Englisch heißt er übrigens immer „Gin and Tonic“ – etwas Wunderbares. Mehr als einer oder maximal…

Weiterlesen